2009Göttingen
Korrekturen und Ergänzungen zum Artikel:

Hendrik Dochhorn: Scheidt, Samuel, in: Scheidt (Familie), Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil, Bd. 14, Kassel 2005, Sp. 1217-1249.


obenZur Biographie (Sp. 1217ff.)

Spalte 1218, Bildunterschrift:

statt: „Samuel Scheidt, aus: Tabulatura nova...“
lies: „Samuel Scheidt, nach dem Stich aus Tabulatura nova...“

Bildauswahl und Bildunterschrift stammen von der MGG-Redaktion. Abgebildet ist eine offenbar nach dem bekannten Portraitstich angefertigte Grafik, vermutlich Kohle/Bleistift, 19. Jh.(?), Schöpfer unbekannt (Fragen hierzu an das Bildarchiv des Bärenreiter-Verlags blieben unbeantwort).

Spalte 1219, ab 14. Zeile von unten:

statt: „Zu nennen sind u. a. Sebastian Müller (vor 1620); Moritz Belitz, Philipp Caden, Johann Friese (1620er Jahre); Zacharias Eckhardt, Daniel Weixer, Gottfried Amling (1615-1643), evtl. Johannes Plotz (+ 1680), Georg Cramer (* um 1610), Johann Samuel Schein (*1619; 1630er Jahre); Benjamin Krebs, Johann Ernst Strobel (+ 1657) und A. Krieger (1640/50er Jahre).“
lies: „Zu nennen sind u. a. Sebastian Müller (vor 1620), Moritz Belitz (um 1620); Philipp Caden, Johann Friese (1620er Jahre); Zacharias Eckhardt, Daniel Weixer, Gottfried Amling, evtl. Johannes Plotz, Georg Cramer, Johann Samuel Schein (1630er Jahre); Benjamin Krebs, Johann Ernst Strobel und A. Krieger (1640/50er Jahre).“

= Aufzählung nachgewiesener und mutmaßlicher Schüler Samuel Scheidts, geordnet nach Datierung der Lehrzeit.
Effekt der Korrektur: Verschiebung von „Moritz Belitz“ in den Zeitraum „um 1620“ sowie Löschung der Lebensdaten, so daß in Klammern nur die Lehr-Zeiträume stehen [zu Moritz Belitz vgl. auch den nachfolgenden Vermerk].

Spalte 1219, 13. Zeile von unten:

Nachtragsinformation zu Moritz Belitz: Die Datierung seiner Lehrzeit bei Scheidt ist unklar. In der bisherigen Literatur werden vermutlich die Archivalien zu zwei gleichnamigen Personen (benachbarter Generationen) vermengt, was die Interpretation der vorhandenen Daten erschwert. Möglicherweise wird eine in kürze zu erwartende Dissertation zur Musikgeschichte Stralsunds etwas Klarheit bringen. – Wahrscheinlicher als „1620er Jahre“ ist die Datierung „um 1620“ bzw. „vor 1620“, wenn korrekt ist, was Rudolf Schwarz in einer handschriftlichen Notiz schreibt, die sich im Nachlaß Christhard Mahrenholz, Landeskirchliches Archiv Hannover, erhalten hat (jedoch ohne Angabe von Belegen): daß Belitz ab 1621 Organist an St. Marien in Stettin war (als Nachfolger seines Vaters Georg), bevor er an St. Nikolai in Stralsund tätig wurde. Burkhardt Köhler (Pommersche Musikkultur in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Sankt Augustin 1997 [Deutsche Musik im Osten 11], S. 76 und 82) schreibt, Belitz sei sowohl bei Sweelinck als auch bei Scheidt in der Lehre gewesen; bei Scheidt 1611, danach bei Sweelinck 1614 – Belitz wäre somit der früheste namentlich bekannte Scheidt-Schüler. Köhler gibt keinerlei Quellen hierfür an (Nachsuche brachte kein Ergebnis). Die Sweelinck-Forschung kennt Belitz nicht.

obenZum Werkverzeichnis (Sp. 1221ff.)

Spalte 1226, bei SSWV 323:

StattMein Hüter und mein HirtliesMein Hüter und mein Hirt

Spalte 1228:

Unter SSWV 124b (b) ergänze: „Privatbesitz Grünhagen“   [= Neufund 2006]

Spalte 1228:

Bei SSWV 541 stattAtr. Samuel Scheidt...liesA. [= Auctore] Samuel Scheidt...

Spalte 1228:

Bei SSWV i 2a ergänze Angabe zur Edition: „(ed. bei Werner 1899/1900, S. 444 und Mahrenholz 1924, S. 13).“

Spalte 1235:

Bei SSWV i 21 ergänze Angabe zur Edition: „Anfang von Var. 4 ist ed. in GA 7, S. <42>.“

Spalte 1235:

Bei SSWV [deest 9] ergänze Angabe zur Edition: „1. Takt dieses viertaktigen Gebildes ist ed. in GA 7, S. <42>.“

Spalte 1235

Am Schluß des Werkverzeichnisses ergänze als „[deest 18]“: „Kanon Et exultavit, rekonstruierbar aus TN III.4 = Magnificat 3. Toni, daraus Vs. 5b (sicut locutus); s. GA 7, S. <54>.“

Spalte 1235

Am Schluß des Werkverzeichnisses ergänze als „[deest 19]“: „Generalbaß-Unterweisung in GK II (1634) [teilweise wiederholt in den anderen GK-Drucken], Bassus Generalis-Stimmbuch, 5 Seiten; s. Faksimile in GA 9, S. VIII-IX.“

Spalte 1235, unterste Zeile:

„teilweise“ bezieht sich auf den Unger-Nachlaß; von den 11 Stücken ist nur SSWV i 7 für Königsberg nachweisbar (vgl. zu SSWV i 7 Spalte 1236 unter „E. Zweifelhafte Werke“). (Freundlicher Hinweis von Klaus-Peter Koch, Bonn)

Spalte 1236, unterste Zeile:

Nachtragsinformation zur Missa super »Nun danket alle Gott der grosse Dinge thut« &c. Samuel Scheittns (1630 erschienen in einem von Georg Vintzius herausgegebenen Druck mit Parodiemessen; Missa über eine Vorlage von Samuel Scheidt): Andreas Waczkat verweist in Schütz-Jahrbuch 2001, S. 115, Anm. 17 auf die Möglichkeit, daß Scheidt selbst (und nicht Vintzius) der Urheber dieser Parodie war. Die Parodie wird in der Scheidt-Forschung bisher als Werk des Vintzius geführt. Das SSWV (Wiesbaden 2000) nennt den Vintzius-Druck und die Parodie folglich nicht.

obenZur Werkbeschreibung (Sp. 1237ff.)

Spalte 1239, Zeile 8:

statt „Variationenreihen“ lies „Variationsreihen“

Spalte 1239, Zeile 15:

statt „Kanon“ lies „'Kanon'“

Spalte 1239, Zeile 19ff.:

statt: „...stellt mit Krebskanon, dem traditionellen canon sine pausis, dem canon contrarius sowie retrogradus und...“
lies: „...stellt mit dem traditionellen canon sine pausis, dem canon contrarius sowie retrogradus und...“

Spalte 1239, Zeile 19 von unten:

statt: „...führte Scheidt mit dem Thomaskantor T. Michael...“
lies: „...führte Scheidt mit Thomaskantor T. Michael...“

Spalte 1240, Zeile 28f.:

statt: „...zur Sinfonie (s. Art. Symphonie, in: MGG2S [1998])...“
lies: „...zur Sinfonie, s. Art. Symphonie, in: MGG2S [1998])...“

Spalte 1242, Zeile 19f.:

statt: „...sie sind mit zwei Tischgesängen (SSWV 212, 260), zwei Dialogen in GK II und III (SSWV 220 und 307)...“
lies: „...sie bilden mit zwei Tischgesängen (SSWV 212, 260), zwei Dialogen in GK II und III (SSWV 220, 307)...“

obenZum Abschnitt „Dokumente“ (Sp. 1246ff.)

Spalte 1247, Zeile 14:

statt: „...unter Glas« im Besitz (C. Ph. E. Bachs...“
lies: „...unter Glas« im Besitz C. Ph. E. Bachs...“